Chronist Hans Obermair

Liebe Leser,
ein paar Worte zum Werdegang unseres Ortschronisten Hans Obermair

Hans-Obermair-Potrai-small1
1939 in Piesenkam, LK Miesbach, geboren, ab 1941 Peiß (Aying), ab 1951 Ottersberg und ab 1965 Glonn. Das sind die Lebensstationen von Hans Obermair. Sein Vater stammt aus der Gemeinde Glonn (Frauenreuth) – seine Familie ist dort über 500 Jahre nachzuweisen –  und die Mutter aus der Gemeinde Frauenneuharting.  Die Eltern waren  Pächter jeweils einer Gast-und Landwirtschaft. Das ist der Hintergrund dieser Wohnsitzwechsel. Zunächst machte Obermair eine Ausbildung als Landwirt, die er 1963 mit der Meisterprüfung abschloss. Im gleichen Jahr war auch die Hochzeit mit Anna Breu aus Kötzting. Vier Kinder und acht Enkelkinder sind das Ergebnis dieser Ehe.

1965 begann er mit einer Banklehre und bildete sich zum Bankfachwirt weiter. 37 Jahre war er im Genossenschaftswesen tätig. Davon 23 Jahre als geschäftsführender Vorstand bei der Raiffeisenbank in Pliening und dann neun Jahre als Geschäftsführer des Verbandes Genossenschaftlicher Geschäftsleiter in Bayern, der Berufsorganisation der Bankvorstände von damals rund 1000 Genossenschaftsbanken in Bayern und Sachsen. 2002 ging er von dieser Position aus und insgesamt 48 Arbeitsjahren in den Ruhestand.

Neben vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten, privat und beruflich, unter anderem 16 Jahre als Marktgemeinderat,  interessiert sich Obermair seit Jahrzehnten für die Heimatgeschichte. In den Siebzigerjahren fand er hierzu über die Familienforschung Zugang. Auf die vorhandene Glonner Geschichtsforschung (Niedermair, Sedlmair, Koller, Wäsler usw.)  konnte er gut aufbauen. Seinem Hobby konnte er sich ab dem Ruhestand voll widmen. Als „Ortschronist“ hat Obermair in vielen Veröffentlichungen (bisher 127) und Vorträgen/Führungen (bisher 96) seine Forschungsergebnisse weiter gegeben. Auch in seinen früheren Wohngemeinden  Peiß und Pliening ist er als Zeitzeuge  mit Veröffentlichungen und Vorträgen gefragt.  Mittlerweile umfasst sein Archiv über 65 Ordner. Sein Digitales  geht auf die 40 Gigabit zu.  Obermair´s  ehrenamtliche Tätigkeit als Heimatkundler ist auch von Fachleuten anerkannt und wurde mehrfach öffentlich gewürdigt. Viele Anfragen von geschichtsinteressierten Personen aus Nah und Fern, geben ihm die Gewissheit, dass Heimat- und Familiengeschichte auch heute noch ein wichtiges Kulturgut ist.